SCHOTTLAND - Reisebericht   EDINBURGH  MILITARY  TATTOO 2008  


Christmas Shop









St. Giles Cathedral









Auchentoshan Distillery

Edinburgh Castle










Lawmarket Edinburgh




Nach den Urlaubsreisen in den Jahren 2005 und 2007 folgt der erste Kurztrip direkt nach Edinburgh.

Über das Online Portal des Veranstalters haben wir Anfang Dezember 2007 zwei Karten für das berühmte
ROYAL EDINBURGH MILITARY TATTOO bestellt. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im August des folgenden Jahres
beginnt bereits zu diesem Zeitpunkt. Es empfiehlt sich, seine Wunschplätze für eine bestimmte Veranstaltung zeitig zu ordern.
Bereits gegen Ende des Monats Dezember sind viele Veranstaltungen ausgebucht oder nur noch mit wenigen, eher ungünstigen
Plätzen zu buchen.
(Anmerkung: Im Laufe der Jahre hat es sich etwas entspannt, was vielleicht auch das Ergebnis der Preissteigerung ist)
Der Direktflug von München nach Edinburgh bringt uns in die Hauptstadt Schottlands.
Abflug in München bei 28°C - Ankunft in Edinburgh 13°C und Nieselregen. Für August scheinbar die kältere Variante schottischen Wetters.
Der Airlink 100 (ein Expressbus) bringt uns in die Nähe unseres B&B, welches wir auf Empfehlung gebucht hatten,
Lauriston Park.
Inzwischen regnet es nicht unerheblich. Uns erwartet ein schönes Quartier mit ensuite. Nach einem Tee und etwas Ruhe brechen wir wieder auf, um etwas die Altstadt kennenzulernen. Stadtplan, Regenschirm und Outdoorkleidung sind unsere Ausrüstung.
Zunächst begeben wir uns in die Marketstreet zum Tattooshop. Hier gibt es von Sweatshirts über Regenjacken bis hin zu CD/DVD, Karten, kleine Accessoires und anderen Klim-Bim alles, was irgendwie mit dem Tattoo zu tun hat.
Zurück zur High Street und Lawmarket regnet es in Strömen. Wir durchkämmen die Läden nach T-Shirts, Sweatshirts und anderen Dingen, welche als Andenken an unseren ersten Aufenthalt in Edinburgh dienen. Hinauf zum Castle kommen wir nicht - alles abgesperrt. Auch heute soll das Tattoo stattfinden (bisher soll noch kein Tattoo aufgrund schlechten Wetters ausgefallen sein).
Nach einem Abendessen beim Italiener am Grassmarket geht es zum Quartier zurück.



Das continentale Frühstück am Morgen ist äußerst reichhaltig. Die Empfehlung, hier B&B zu nehmen, war nicht umsonst.
Es regnet immernoch, obwohl wir den Eindruck haben, nicht so stark wie gestern. Vielleicht haben wir uns auch schon dran gewöhnt...
Gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg in die Old Town. Zunächst besuchen wir St.Gils` Cathedral. Der Eintritt ist frei.
Wir bezahlen 2 GBP für eine Fotoerlaubnis - ob das notwendig war ? Es beruhigt das Gewissen und ist ja auch für den Erhalt der
Kirche. Eine lange Zeit betrachten wir das Innere der Kathedrale bis wir in die mit wundervollen Schnitzereien ausgestattete "Distelkapelle" kommen. Der Anblick ist überwältigend. Glück muß man haben - eine Gruppe deutscher Touristen betritt den Raum
und wir hören ganz unscheinbar wirkend der Führung mit zu.
Zu Beginn einer Andacht in der Kirche (jeden Tag 12 Uhr) verlassen wir die diese und gehen in Richtung Castle, um uns einen Überblick zu verschaffen, wo wir heute abend hin müssen. Es braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden, dass es regnet.
Kurz vor dem Castle Esplanade gehen wir in einen Tartanladen - die Tartan Weaving Mill and Exhibition - . Eine Ausstellung über die
Herstellung des Tartanstoffes ist unser Ziel. Ein sehr interessanter Rundgang. Auf dem Rückweg zum B&B wage ich es trotz vorheriger Warnzeichen in den Abfallkörben entlang der Royal Mile - ich kaufte einen kleinen Schirm. Ich rate hiermit jeden ab, auch nur 1p für solche billigen Regenschirme aus den Läden auf der Royal Mile auszugeben. Ich habe noch Glück - er ging erst nach dem dritten Mal aufspannen kaputt...
Im Lauriston Park gibt es erstmal einen heißen Tee und die Jacken werden getrocknet.
Zu einem späteren Zeitpunkt begeben wir uns - ausgerüstet mit attraktiven Regenumhängen schottischen Designs im Rucksack -
gen Castle Hill. Wir ließen uns von erfahrenen Tattooteilnehmern raten, zeitig genug vor Ort zu sein. Das ist heute  -im Nachhinein-
nicht unbedingt notwendig. Erstens hat man bereits seine Karten und zweitens ist damit der Sitzplatz gesichert. Allerdings hat ein zeitiges Erscheinen den Vorteil, dass man sich nicht durch sämtliche, bereits besetzten Plätze in seiner Sitzreihe durchquälen muß.
Womit wir bei der Platzierung sind:
Die Plastiksitze sind eng aneinandergereiht und Beinfreiheit hat man überhaupt nicht. Etwas übertrieben gesagt, könnte ein großer Mann
seinem vor ihm Sitzenden mit den Knien die Ohren zuhalten...
 
Wir haben Plätze im South Block B, vorletzte Reihe von oben. Der Überblick ist sehr gut, allerdings haben wir von hier aus nur einen
2/3 - Blick zum Castle. Besser wäre ein North Block gewesen, aber es gab schon Mitte Dezember 2007 bei der Online-Buchung keine
guten Plätze mehr in diesem Block. Aber für uns zählt zunächst : Dabei sein ist alles !

Es hat doch wahrhaftig aufgehört zu regnen ! !
Das Spektakel beginnt Punkt 21 Uhr mit dem Einmarsch der Massed Pipes and Drums. Gänsehaut macht sich auf meinen Körper breit.
Schon jetzt steht für uns fest, dass wir die DVD von diesem Event bestellen werden.
Weitere Marschformationen aus anderen Ländern wie Norwegen und Singapur sowie folkloristische Gruppen treten auf.
Eine sehr unterhaltsame Show mit kleinen lustigen Einlagen. Die Norweger wecken die, welche trotzdem eingeschlafen sind, mit einer Salutsalve wieder auf. Das Castle wird immer wieder in andere Farben gehüllt, Muster und Szenen werden ebenfalls projiziert.
Den Abschluß bilden dann sämtliche Akteure der Show gemeinsam auf dem Castle Esplanade. Ein Feuerwerk erhellt unter
"Scotland - The Brave" den nächtlichen Himmel. Der Ausmarsch aller Gruppierungen ist noch einmal ein besonderer Höhepunkt.
Das nächste Mal werden wir im North Block sitzen.


 

Am heutigen neuen Tag sehen wir doch tatsächlich Edinburgh im Trockenen.
Wir haben einen Fototermin. Eingekleidet in schottischer Tracht werden im Tartan Weaving Mill Shop Bilder geschossen. Wir haben einen Riesenspaß und kommen beim Anblick der Fotos aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Eins wählen wir aus. Eine schöne Erinnerung an unseren ersten Aufenthalt in Edinburgh. An uns sieht die Tracht sehr passend aus...
Wir wollen mal sehen, ob man heute das Castle of Edinburgh besichtigen kann. Aber am Haupttor bemerken wir bereits - nein, das
wird heute nichts. Wir haben Tattoo-Zeit und jeder Tourist möchte wie wir das Castle ansehen. Wir verzichten, zumal der Eintrittspreis
mit 12 GBP doch ganz ordentlich ist. Also laufen wir den Castle Hill wieder runter auf die Royal Mile. Scheinbar hat sich das trockene
Wetter herumgesprochen. Es ist der Wahnsinn los.
Im August gibt es zwei Mega-Events in Edinburgh - Military Tattoo und das Fringe Festival. Zu diesem Festival sind die Royal Mile und einige Seitenstraßen gefüllt mit Straßenkünstlern, Gauklern und anderen Solisten (wie an den seitlichen Bildern zu erkennen).

Unterhalb der Old Town, an der Waverly Station, liegt die "Princess Mall" ein Shoppingcenter.
Wir gehen bei "Harry Ramsdens Fish and Chips" etwas essen. Die Portion ist groß und mit Getränk zahlen wir 5,79 GBP pro Person.
Der Rückweg zum B&B wird angetreten. Waverly Bridge, Market Street, Cockburn Street und Highstreet, Grassmarket, Lauriston Park. Es ist mittlerweile so angenehm, dass man kurzärmelig geht.
Nach einer Ruhephase im Quartier brechen wir gegen Abend zum "The White Hart Inn" auf, angeblich der älteste Pub von Edinburgh.
Hier geniesen wir den Abend bei ein paar Pints Bier und Livemusik. Wir treffen hier auch ein Ehepaar aus Deutschland und somit gibt es Gesprächsstoff in gemütlicher Runde. Whisky gibt es hier für 5 GBP - ich verzichte.





Unsere Abreise am heutigen Tag ist eher unspektakulär. Es regnet in Strömen - sicher weil wir Edinburgh Good bye sagen müssen.
Mit dem Airlink zurück zum Flughafen, einchecken, im Duty Free Shop noch einen Glenfiddich Likör für 11 GBP und einen Talisker
mitgenommen. In München gelandet, endet unser Kurztrip, der eine Menge Erlebnisse und Eindrücke mit sich brachte.
Wir mögen Edinburgh.









Hinweis:
Alle im Bericht genannten Preise u. andere Angaben können sich in der Zwischenzeit geändert haben !
Der Bericht beruht auf die Gegebenheiten aus dem Jahre 2008 !


                                                                 
       

                                                                     
                                                                                     © 2012 - 2020  Roland Bürgermeister

                                                                               
 Kontakt    Impressum
       
       
           

         
         
         

           












St.Gills Cathedral





















Mann ohne Kopf