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SCHOTTLAND
- Reisebericht 2009
FLY and DRIVE
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Einführung :
Es gibt ja verschiedenen Möglichkeiten, nach
Schottland zu reisen.
Wie in anderen Berichten schon erwähnt, mit dem eigenen
Fahrzeug vom Fährhafen in Amsterdam und DFDS Seaways in
Richtung Newcastle/England und dann weiter gen Norden
nach Schottland.
Eine andere Variante, und diese ist für Kurzreisen
einfach ideal, stellt ein Flug ab Deutschland
in Verbindung mit einem Mietwagen in Schottland. Das
wollten wir mal ausprobieren.
Unser Abflug in Deutschland war vom Flughafen Franz Josef Strauss
vor den Toren Münchens.
Da wir mit dem Auto anreisen wollten, benötigten wir
natürlich einen Parkplatz.
Mit dem Parkservice Bayern haben
wir einen kompetenten und kostengünstigen Partner
gefunden. Unweit des Flughafens stellt man sein Auto auf
dem Gelände der Firma ab und wird mit dem eigenen
Shuttle-Service direkt vor die Terminals gebracht.
Ebenso von dort nach
Rückankunft in München wieder abgeholt.
Wir fliegen mit easyJet.com - einem Billigflieger-
direkt nach Edinburgh. Gut 2 Stunden dauert der Flug und
wir sind in Edinburgh. Bitte unbedingt und genau auf die
Abmessungen des Handgepäcks achten ! Hier werden keine
Kompromisse gemacht ! Wer sich nicht peinlichst daran
hält, fliegt nicht mehr billig, weil nachträgliche
Gepäckaufgabe teuer ist.
Dazu kommt eine gehörigen Portion Frust - das
muß nicht sein.
In Schottlands Hauptstadt gelandet, laufen wir durch den
ganzen Flughafen zu unserem Rent-a-Car Center.
Über einen sehr langen, aber überdachten Weg, ähnlich
einer offenen Röhre, gelangen wir zum Center und holen
uns dort unseren Mietwagen.
Wir haben direkt von Deutschland aus einen Kleinwagen
der Marke Opel gebucht - bekommen aber eine Mercedes
A-Klasse Automatik zum gleichen Preis. Die nehmen wir
natürlich auch.
Die Umstellung auf den Rechtslenker ist zu Beginn nicht
ganz so einfach - ich brauche ein Weilchen, um dem
linken Fahrbahnrand nicht ständig zu nahe zu kommen.
Da Automatikgetriebe brauche ich mich nicht auch noch
auf das Schalten zu konzentrieren.
Unser B&B liegt an der Glasgow Road. Allerdings wird
hier viel umgebaut und so müssen wir uns nach der
Adresse in einer Tankstelle erkundigen.
Am nächsten Morgen fahren wir die A71 Richtung
Kilmarnock. Dann weiter gen Firth of Clyde.
Zwischen Kilmarnock und Troon kommen wir am Dundonald
Castle vorbei.
Leider schon geschlossen - wir haben es ja auch schon
Ende Oktober. Kurz danach stoßen wir auf die A78,
welcher wir Richtung Norden folgen.
Über Irvine und Largs, was übrigens ein nettes Städtchen
ist, fahren wir am Firth of Clyde entlang bis zur
Abbiegung nach Gourock. Unser Ziel ist Castle Levan, ein
Castle aus den 14.Jahrhundert. Hier werden wir in den
altehrwürdigen Mauern, in denen auch eine
"White Lady" herumspukt, 2 Nächte verbringen.
Zu unserem traumhaften Zimmer mit Himmelbett in der
1.Etage führt eine Wendeltreppe.
Wir kommen uns vor, als hätte das 14.Jahrhundert neu
begonnen. Nur gab es damals noch keine Fußbodenheizung.
Man wird liebevoll vom Hausherr/Hausdame umsorgt, welche
sich auch viel Zeit zu Gesprächen nehmen.

Am nächsten Morgen brechen wir nach einem
schottischen Frühstück auf.
Unser Ziel : Glengoyne Distillery und Auchentoshan
Distillery.
Wir fahren durch Greenock, Port Glasgow, über die
Erskine Bridge nach Dumbarton.
Da es regnet, verzichten wir auf eine Führung, des an
zwei Hügeln liegenden Dumbarton Castle inklusiv
weitläufiger Anlage.
Vielleicht ein anderes Mal.... Weiter geht es über
Alexandria und Balloch an der Südspitze des Loch Lomond,
wo wir bereits 2005 ein B&B hatten, nach Killearn.
Glengoyne ist eine kleine, sehr schön gelegene
Distillery in Killearn/Stirlingshire.
Das besondere an dieser Whiskybrennerei ist der Umstand,
daß hier in den Highlands gebrannt wird, aber die
Destillate in den Lowlands gelagert sind.
Glengoyne Highland Single Malt ist ein Whisky, welcher
schon als 10jähriger einen fruchtigen und frischen
Geschmack -ohne Rauch- hat. Der 17jährige ist voll von
Frucht, kräftig, eher lang im Abgang mit einer
Sherrynote. Empfehlenswert.
Den in
Betracht gezogenen Besuch von Stirling Castle
verschieben wir auf ein anderes Mal.
Schließlich sind wir nicht auf der Flucht und auch nicht
das letzte Mal in Schottland.
Die
Auchentoshan
Distillery liegt im Gegensatz zu Glengoyne eindeutig in
den Lowlands.
Sie gehört derzeit zu Morrisson Bowmore Distillers Ltd.
Das zeigt sich auch im Visitor Center.
Es gibt Abfüllungen und Accessories von der
Islay-Brennerei.
Die gesamte Brennereianlage in Dalmuir/Dumbartonshire
ist sauber und einladend.
Da ich bisher nur den Auchentoshan Classic gekostet
habe, welcher mir persönlich zu einfach "gestrickt" ist,
kann ich keine weitere Bewertung zu diesem Whisky
abgeben.
Wieder zurück im Castle Levan essen wir zu Abend,
welches ich bei meiner Übernachtungsanfrage mitgebucht
hatte.
Extrakosten 12 Pfund/Person. Für das, was wir auf den
Tisch serviert bekamen - voll gerechtfertigt.
Nächster
Tag :
Wir schreiben den 26.Oktober 2009, mit etwas Wehmut
verlassen wir Castle Levan. Hier zu übernachten war ein
Erlebnis !
Mit der nahegelegenen Fähre setzten wir nach Dunoon
über. Es empfiehlt sich, das Fährticket in einem Laden
an der Uferstrße zu kaufen. Es ist wesentlich
preiswerter als auf der Fähre.
1 PKW + Fahrer und Beifahrer ca. 36 Pfund für Hin- u.
Rückfahrt (Fähre).
Im Laden nur knapp 20 Pfund.
Nach 20min erreichen wir die Anlegestelle in Dunoon. Es
geht weiter am Loch Eck vorbei zum Loch Fynn und von
dort auf die A81 Richtung Tarbet am Loch Lomond. Das
Wetter hält gut aus, obwohl es mehr Wolken werden.
Die Aussicht ist gut, viele Berge in Braun und Grün -
wie wir es von Schottland kennen und lieben.
Am Loch Lomond gen Süden entlang, grüßen wir kurz Ben
Lomond, den wir bereits 2005 bestiegen haben.
Wieder an Balloch vorbei heißt das nächste Ziel Stirling
und nachfolgend Edinburgh Airport.
Hier geben wir unseren Mietwagen wieder ab und fahren
mit dem Airlink 100
(6 Pfund/Person Hin-u. Rückticket) in das Zentrum zur
Waverley Station. Hier in der City nahe der Royal Mile
haben wir über HRS zwei Nächte im
*** Holiday Inn Hotel in der Cowgate gebucht - als
Sonderangebot (DZ inkl. Frühstück, gesamt 153 €) Es
lohnt sich also, auch mal nach Sonderpreisen zu suchen.
Am Abend gehen wir noch gemütlich zum Castle und zurück
und holen uns bei unserem Stammimbiss Clamshell
in der High Street je eine Portion Fish and Chips für
5,90 Pfund. Schmeckt sehr gut und ist nicht überfettet.
am Morgen danach :
Mit einem continentalen Frühstück gestärkt, gehen wir
unseren vorletzten Tag in Schottland an.
Wir nehmen den bereits geplanten Besuch des Edinburgh
Military Tattoo Shops in der Marketstreet in
Angriff.
Mit Hilfe der freundlichen Lady im Shop füllen wir die
"postal form order" für das kommende Event im August
2010 aus.
Wie es sich später im Dezember herausstellte, hat alles
super geklappt mit den ausgewählten Plätzen. Die Karten
werden im April 2010 zugeschickt.
Da es nicht mehr regnet, beenden wir den Tag mit einer
abendlichen Fototour in der Old Town Edinburgh - hat
seinen Reiz !
Der Abreisetag ist recht unspektakulär. Mit dem Airlink
100 wieder gen Flughafen, einchecken, Abflug, Ankunft in
München.
Ein kurzer Anruf bei unserem Shuttle Service, Gepäck
holen und dann geht es reture zu unserm Fahrzeug.
Organisation ist alles !
Hinweis:
Alle im Bericht genannten Preise u. andere Angaben
können sich in der Zwischenzeit geändert haben !
Der Bericht beruht auf die Gegebenheiten aus dem Jahre
2009 !
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Roland Bürgermeister
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