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 Ahnenforschung für Einsteiger  
                                              


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FORSCHUNGSANSÄTZE

  Zunächst sollte man Eltern und Großeltern befragen. Sie sollten aus ihrem Leben erzählen.
  Das gibt sehr gute Ansatzpunkte für die Familienforschung.

 
Für die älteren Familienforscher unter Ihnen dürfte vielleicht schon ein Ahnenpass
  oder andere im damaligen Dritten Reich ausgestellten Dokumente den Erstansatz bringen,
  sodaß hier gleich nach den im folgenden genannten Kirchenbüchern zurückgegriffen
  werden kann.

  Auch Bilder aus vergangenen Zeiten bringen manche Erinnerung hervor.
  Bei meiner Familie existierten bereits kleinere Aufzeichnungen bzw. eidesstattliche
  Niederschriften.


  Haben Sie schon einmal im Internet-Telefonbuch Ihren Namen suchen lassen ?
  Erstaunlich was da herauskommt. Wenn Sie bereits wissen, wer Ihre Großeltern waren,
  woher sie stammen und ob sie männliche Geschwister hatten, dann rufen Sie Personen
  mit dem Nachname aus dem Telefonbuch einfach an !
  Vielleicht finden Sie jemanden, der aus einem Zweig Ihrer Familie stammt.
  Einen "Volltreffer" haben Sie dann, wenn derjenige selbst Familienforschung betreibt,
  Namen und Gebiet der Vorfahren übereinstimmen und er Ihnen seine Daten überläßt.


  Bei meinen eigenen Nachforschungen stieß ich auf die
  "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage", auch Mormonen genannt.
  Diese Glaubensgemeinschaft verfügt u.a. durch die Verfilmung von Kirchenbüchern über
  ein riesiges Archiv an Personendaten. Diese Microfilme sind größtenteils für jedermann
  in den genealogischen Forschungsstellen bestell- und einsehbar.


  Kirchenbücher zählen zu den ersten Hilfsmitteln, um Licht in die Vergangenheit zu bringen.
  Sie sind für etwa 60-80 Jahre in den jeweiligen Pfarreien, zu dem der Geburtsort zu jener Zeit
  gehört, zu finden.
  Ältere Ausgaben sind meißt nur noch in kirchlichen oder staatlichen Archiven.
  Das soll heißen, daß es über diese Zeitspanne hinaus trotzdem noch Bücher in den Pfarreien
  geben kann.
  Hauptsächlich von kleineren Pfarreien bei denen es weniger Einträge im Jahr gab und somit
  das Buch erst nach 100 - 150 Jahren vollgeschrieben ist.
  In der heutigen Zeit ist es auch sinnvoll, je nach Alter des Forschenden, die ersten
  Generationen zunächst auf den Standesämtern zu suchen.
  Dort können Personendaten von bereits verstorbenen Angehörigen beurkundet werden lassen.
  Vorausgesetzt man kann sich als Familienmitglied ausweisen oder ein
  berechtigtes Interesse nachweisen. Denn die Eintragungen unterliegen für bestimmte
  Zeitspannen dem Datenschutzgesetz.

Ein Hinweis an dieser Stelle : Personen, welche nicht an Ihren Wohnort verstorben sind,
      werden auch nicht im, für diesen Wohnort zuständigen Standesamt, als Sterbefall vermerkt sein !
Beispiel:   Wohnte ein Vorfahre in "xy" , starb jedoch in der Klinik von "z" , so sind seine Sterbedaten auf dem Standesamt "z" eingetragen.
Ein Eintrag im Kirchenbuch ist natürlich dort zu finden, wo dieser Vorfahre begraben oder
in Urne beigesetzt wurde.


  Als Hindernis bei der Suche nach seinen Vorfahren kann sich unter Umständen die Schrift der
  damaligen Zeit heraustellen. Da ich selbst diese Schrift als Kind von meiner Großmutter
  kannte, habe ich kaum Schwierigkeiten. Ein kleiner Vorteil, da sonst fremde Hilfe in Anspruch
  genommen werden muß oder erst Zeit zum Erlernen der Schrift benötigt wird.
  In manchen Gebieten wurden die Einträge in Kirchenbüchern auch lateinisch verfasst.
  Eine große Hürde für manchen Familienforscher.
  Hier empfehle ich das Buch "Latein I für den Sippenforscher" (Band 2)
  von Dr. Karl H. Lampe, erschienen im C.A. Starke Verlag Limburg.

  Um in seinen eigenen Forschungen voranzukommen, empfiehlt sich auch eine kostenlose
  Mitgliedschaft in einer dem Forschungsgebiet nahen Mailingliste im Internet.
  Außerdem gibt es Internetforen, wo man sich Hilfe/Empfehlungen für seine Forschungen
  holen kann. Genannt seien hier Mailinglisten der
  AGoFF, des VsFF, die Sudeten-BMS und die Niederschlesien Mailingliste -
  je nach Forschungsgebiet.
  Ich selbst bin in den Mailinglisten des VsFF und der AGoFF.
  eingetragen, wobei diese sogenannte "geschlossene Listen" sind. Das heißt, man kann sich
  dort nur als Mitglied von einem dieser genealogischen Vereine eintragen.
  Ein reger Austausch an Fragen/Antworten, Tipps, Hinweisen zu Forschungshilfen fürs Internet,
  persönliche Forschungsergebnissen und Suchanfragen, geschichtliche Aspekte
  sowie Linkempfehlungen prägen diese Listen.
  In diesen Listen gibt es einige Forschungsprofis, die auch gern Auskünfte erteilen und Ihre
  Erfahrung weitergeben. 


  Sehr hilfreich ist - speziell für Forschungsgebiete in den ehemaligen deutschen Ostgebieten -
  das Standesamt I in Berlin in der Rückerstraße.

  Mit einer gewissen Wartezeit bei Emailanfragen muß gerechnet werden.
  Bei persönlicher Anfrage ist diese jedoch wesentlich kürzer.

  Ein sehr großes Informationspotenzial hat die Website von genealogy.net.
  Dort erhalten Sie viele Hinweise und Tipps zur Familienforschung.
  Auf den Seiten des Themas "Ahnenforschung" können Sie in der Navigationszeile auch die
  "genealogischen Links" aufrufen. Die dort angelegten Links sind ebenfalls für Einsteiger
  hilfreich. 

WARNUNG !

  Bei Recherchen im Internet werden Sie immer wieder mal mit unseriösen Webseiten
  konfrontiert. Seien Sie umsichtig! Manchmal schließt man mit einem einzigen "Klick" ein
  sinnloses Jahresabo ab oder erhält wenige Tage später Rechnungen in den Briefkasten.
  Die meißten Informationen auf seriösen Webseiten sind kostenlos und für jederman einsehbar.
  Ich empfehle Ihnen daher die offenen Mailinglisten, in denen sie sich zwar als Mitglied
  anmelden müssen, aber dort auch kompetente Mitglieder finden werden.
  Oder Sie informieren sich über einen genealogischen Verein.


  Viele Dinge kann man also fast vom Schreibtisch aus machen, wie eben die Forschung mit
  Hilfe des Internet. Mehr Einsatz erfordert die Arbeit in den Archiven. Vorteil für diejenigen,
  welche in Deutschland forschen können.
  Schwieriger wird es, wenn die Archive im Ausland sind.
  Für mich betrifft es gleich 2 Länder - Polen und Tschechien. Mit der fortschreitenden Menge
  an digitalisierten Daten und deren Veröffentlichung im Internet wird die Notwendigkeit eines
  Besuchs der Archive immer geringer - ein fast schon luxuriöser Umstand.


ARCHIVIERUNGSMÖGLICHKEITEN

  Viele, welche sich mit der Erforschung der familiären Vorfahren beschäftigen, fragen sich :
  Wie kann ich das
Erforschte ordentlich archivieren.
  Dafür gibt es verschiedenartige Programme.
  Ich persönlich benutze "Ages!" - ein Programm mit guten Funktionen wie
  Medienarchivierung, Notizeinträgen, Verknüpfung von verschiedenen Personeneintragungen
  sowie leichter Suchfunktion.
  Sie können jedoch auch andere genealogische Archivierungsprogramme nutzen
  (FamilyTree, GFAhnen).
  Probieren Sie einfach, was ihnen am Besten zusagt.


ABSCHLUSS  DER  FORSCHUNGEN

  Ein Ende, so glaube ich, gibt es nicht. Jeder Forschungserfolg drängt mich dazu, mehr zu
  erfahren. Ob es zur Geschichte des Forschungsgebietes ist oder die Herkunft und
  Verbreitung des Familiennamens, ob detailiertere Daten zu Besitzstand, Vermächtnissen und
  Stellung der Vorfahren in der damaligen Gesellschaft, regionale Verschiebungen durch Arbeit
  und Heirat oder einfach nur die Feststellung der direkten Ahnenlinie.
  Dies alles ist so umfangreich und interessant, daß ich wahrscheinlich noch
  in 10 oder 15 Jahren damit beschäftigt sein werde. Es ist und bleibt ein ewiges Puzzle...


DAUERSUCHE

  Ich gebe hiermit meine mit der Familie BÜRGERMEISTER u. MIUNSKE
  verbundenen Familiennamen bekannt - in der Hoffnung auf Ergänzung oder Hinweise.
  Manche Familiennamen sind jedoch auch nur weite Verzweigungen und werden
  zur Zeit nicht weiterverfogt.
  Aber vielleicht ist gerade eine von Ihren gesuchten Personen dabei.


Für das Forschungsgebiet Nordböhmen:
  WÜNSCHE, TISCHER, MAI, HÖLZEL, DUCKE, ZABEL, SOCHER, ULLMANN,
  SCHNEIDER,
  NEUMANN, FISCHER, GROHMANN,

  BREUER, HOFFMANN, LUDWIG, PAPPERT, MÜLLER, MEIßNER, KUNTE, KLIMPEL,
  GÖRNER, GÜNTER, KAHL, STANZIG
, WINKLER, TISCHLER, FUCHS, SCHWARZ,
  GUBE

Für das Forschungsgebiet Schlesien/Niederschlesien:
  OKRUSS, STEINERT, FÜSSEL, HILBIG, WEICHT, JERSEMANN, JUNG(E), SALASKE,
  BUHR,
  STARONSKY, SEIDEWITZ, SÜSSENBACH



                                                                                     © 2025, Roland Bürgermeister